Zum Hauptinhalt springen

Evidenzbasierte Analyse zur Bestimmung effektiver Klimabildung (EwiK)

1. März 2025

Evidenzbasierte Analyse zur Bestimmung effektiver Klimabildung (EwiK)

Es ist wissenschaftlich belegt, dass menschliche Aktivitäten maßgeblich zum Klimawandel beitragen (IPCC 2018; Cook 2013; Dietz 2021). Die Folgen dieses Wandels für natürliche und gesellschaftliche Systeme können mittlerweile mit hoher Sicherheit vorhergesagt werden. Prognosen deuten darauf hin, dass weniger als zwölf Jahre verbleiben, um durch sofortige Maßnahmen eine Klimakatastrophe abzuwenden und sicherzustellen, dass die globale Erwärmung die 2°C-Grenze über dem vorindustriellen Niveau nicht überschreitet (IPCC 2018; UNFCCC 2016).

In diesem Zusammenhang spielt die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und die Klimabildung (Climate Change Education, CCE) eine zentrale Rolle, um das öffentliche Bewusstsein für den Klimawandel zu stärken (UNFCCC 2015).

Damit BNE und Klimabildung dieser Aufgabe gerecht werden, müssen sie nachweislich ein Bewusstsein für den Klimawandel, seine Folgen und mögliche Handlungsoptionen bei den Lernenden schaffen. Dies umfasst das Verständnis des Klimasystems, die kritische Auseinandersetzung mit dem Klimawandel und die Fähigkeit, geeignete Maßnahmen zur Minderung und Anpassung zu ergreifen.

Die zentrale Frage ist welche Methoden und Ansätze tatsächlich effektiv die empfohlenen Ziele fördern. Um dies zu klären, wird im Rahmen von EwiK die Wirksamkeit bestehender Interventionsstudien zur Klimabildung analysiert. Mithilfe metaanalytischer Methoden sollen einerseits die durchschnittliche Wirksamkeit der Studien ermittelt und andererseits Faktoren identifiziert werden, die Unterschiede in der Wirksamkeit erklären. Dazu wird ein systematisches Vorgehen angewandt, das folgende Schritte umfasst: 1) Kriteriengeleitete Literaturrecherche und -auswahl, 2) Kodierung der Studien, 3) Extraktion der Effektstärken einzelner Studien, 4) Analyse von Moderatorvariablen und 5) Diskussion und Einordnung der Ergebnisse (Borenstein et al. 2010; Littell et al. 2008; PRISMA).