
Welche Zukunft erwartet dich? – Zukunftsvisionen, Umweltängste und Betroffenheit von Jugendlichen in Zeiten des Klimawandels
Wie sehen Jugendliche ihre eigene Zukunft in Zeiten der Klimakrise? Diese Mixed-Methods-Studie befragte 280 Schüler:innen in Österreich zu Klimaangst, Umweltwissen und persönlicher Betroffenheit – kombiniert mit offenen Fragen zu ihren Ängsten, Hoffnungen und Zukunftsbildern.
Die Ergebnisse zeigen, dass Umweltzerstörung die häufigste Sorge bleibt, während individuell geprägte Ängste – etwa Biophobien – deutlich zugenommen haben. Eine höhere wahrgenommene Verwundbarkeit geht mit stärkerer Klimaangst einher, insbesondere bei Schüler:innen mit hohem Umweltwissen. Besonders auffällig: Mädchen äußern häufiger pessimistische Zukunftsvisionen und stellen die Natur zunehmend als geschädigt oder zerstört dar.
Ein Vergleich mit früheren Studien aus den Jahren 1989 und 2011 belegt, dass ökologische Sorgen konstant bestehen, sich aber emotional und inhaltlich gewandelt haben.
Die Studie unterstreicht die Relevanz, emotionale Zugänge wie Klimaangst im naturwissenschaftlichen Unterricht gezielt zu thematisieren. Ziel ist es, Schüler:innen zu stärken – durch eine Verbindung von wissenschaftlicher Aufklärung, reflektierter Auseinandersetzung mit Emotionen und dem Aufbau von Resilienz und Handlungskompetenz.
Beitrag zum ICCE:
Die Studie trägt zur Diskussion um Climate Change Education aus psychologischer und didaktischer Perspektive bei und liefert empirisch fundierte Impulse für den Umgang mit Emotionen in der Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Freya Steinacher, Huber, A. & Lena von Kotzebue
Projektbeginn: Mai 2023







